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Namensrecht - Recht auf einen Namen

Das Recht auf einen Vornamen gehört zum persönlichen Recht, ist aber in der Vornamensgebung selbst ist in Deutschland nicht geregelt. Die Bestimmung der Vornamensgebung ist durch ein Gewohnheitsrecht bestimmt, das sich durch Richterliche Regulationen in Ausnahmefällen und dem § 1 TSG und dem § 1757 Abs. 4 BGB definiert. Der Vorname eines Kindes wird im Normalfall von den leiblichen Eltern oder den Sorgeberechtigten festgelegt, die Auswahl eines Vornamens in Deutschland unterliegt, neben dem gesunden Menschenverstand den man bei der Suche aufbringen muss, einigen Richtlinien die beachtet werden sollten um ein Richterliches Einschreiten zu umgehen.

  • Der gewählte Vorname muss als ein solcher erkennbar sein.
  • Der Vorname muss eindeutig männlich oder weiblich sein.
  • Bei Vornamen die geschlechtsneutral sind, muss zusätzlich ein eindeutig männlicher oder weiblicher zweiter Vorname gegeben werden. Ausnahme von dieser Regelung stellen einige bekannte und oft genutzte Namen dar.
  • Ein Vorname darf dem Wohl des Kindes nicht schaden, indem er das Kind lächerlich macht, oder eindeutig eine schädliche Verbindung zu negativen Elementen herstellt.
  • Ein Vorname darf das religiöse Empfinden der Mitmenschen nicht verletzen.
  • Ein Vorname darf kein Ortsname oder Markenname sein.
  • Ein Vorname darf kein Familienname sein. Wobei hier einige wenige Ausnahmen gemacht worden sind.
  • Ein Vorname darf kein Titel, wie Lord oder Prinzessin, sein.

Zu diesen Richtlinien zur Vergabe von Vornamen, kommen noch einige wichtige Regelungen, Gesetze und Hinweise:

  • Der Vorname muss innerhalb eines Monats nach der Geburt festgelegt werden, dies steht im Personenstandsgesetz unter § 21a.
  • Ein Vorname kann nicht rechtlich geschützt werden, um ihn auf diese Art als einmalig zu bewahren.
  • Eine Person darf mehrere Vornamen haben, muss aber mindestens einen Vornamen besitzen.
  • Mit Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes ist möglich einem Neugeborenen maximal fünf Vornamen zu geben.
  • Wenn mehrere Vornamen verwendet werden, wir der Vorname mit dem die Person hauptsächlich angeredet wird, als Rufname bezeichnet.
  • Durch einen Richterspruch vom OLG Düsseldorf 3 Wx 90/98, steht es in Deutschland dem Namensträger frei, zwischen seinen standesamtlich eingetragenen Vornamen einen Rufnamen selbst auszuwählen, da dieser nicht festgelegt ist.
  • In einer Familie müssen sich die Namen eines Kindes von denen seiner Geschwister unterscheiden. Falls mehrere Vornamen vergeben werden, darf einer dieser Vornamen dem der Geschwister entsprechen (BayObLGZ 1985, 362-368).
  • Es gilt die Einschränkung das drei Vornamen nicht durch Bindestrich zu einem Vornamen verbunden werden dürfen.
  • In Ausnahmefällen besteht in Deutschland die Möglichkeit seinen Vornamen nachträglich ändern zu lassen. Dies gilt unter anderem bei Einbürgerungen und die gewünschte Eindeutschung von Vornamen, oder bei Transsexuellen die nach dem Transsexuellengesetz ihren Vornamen ändern lassen können, so dass er dem gefühlten Geschlecht entspricht.

Wie man unschwer erkennt gibt es zwar keine bindende Gesetzgebung für die Vergabe von Vornamen, aber als Elternteil hat man gegenüber dem Kind eine Verantwortung, und man sollte sich fragen ob man nach Luke und Leia dem dritten Kind Yoda antun muss.